Neuseeland Roadtrip

Mit dem Camper durch das schönste Ende der Welt

Neuseeland Roadtrip: Unsere Route über die Südinsel

Suchst du unseren allgemeinen Neuseeland Reisebericht mit Kosten, Erfahrungen und unserem Fazit? Dann findest du ihn hier.

Bevor wir nach Neuseeland reisten, waren wir überzeugt, dass wir die Südinsel auch ohne Camper erkunden würden. 11 Tage später stand für uns fest: Genau diese Entscheidung hätte uns eines der schönsten Reiseerlebnisse überhaupt genommen. In diesem Beitrag zeigen wir dir unsere komplette Route, unsere Erfahrungen mit dem Camper und geben dir alle Tipps, die wir selbst vor unserem Roadtrip gerne gekannt hätten.

Warum wir uns für einen Camper entschieden haben

Ursprünglich wollten wir überhaupt gar keinen Camper mieten, weil wir es zum einen aus Budgetgründen nicht machen wollten, zum anderen dachten wir, dass wir auch so mit Bus oder Zug gut von A nach B kommen.

Als wir uns dann aber konkreter mit unserer Route beschäftigt haben, haben wir gemerkt dass das gar nicht so leicht funktioniert. Ja, Neuseeland ist super ausgebaut, aber die ganzen Naturhighlights und vor allem unsere ausgewählten Spots kaum ohne eigenes Auto möglich ist. Aus unserer Sicht würden wir auf jeden Fall eine Campertour empfehlen. Hier kommt auch direkt unser erster Tipp. Neben den klassischen Camperanbietern haben wir einen tollen Anbieter gefunden: Camplify. Die Plattform ist wie Airbnb nur für Camper. Das bedeutet, dass Privatpersonen ihre eigene Autos dort vermieten und das zu einem deutlich günstigeren Preis als wir auf anderen Seiten gefunden haben. Wir haben das tatsächlich super spontan einen Abend vorher gebucht. Am Ende waren wir 11 Tage mit dem Camper unterwegs und zeigen dir jetzt im Folgenden unsere konkrete Route.

Unser Camper

Wir hatten einen Toyota Hiace H200 Langversion (Long Wheelbase) mit Hochdach (individueller Camper Ausbau). Ausstattung: Ausziehbarem Bett, Solaranlage, Toilette, Waschbecken mit 30 Liter Tank, tragbarem Gaskocher inkl. sämtlichem Geschirr,  Kühlschrank, Markise, 2x Stühle, Tisch.

Kosten: Der Camper hat uns für die 8 Tage insgesamt 500€ gekostet, also pro Person/Tag 30€ gekostet. Wir haben 2 Nächte tatsächlich kostenlos von dem Vermieter bekommen.

Unsere Route für 11 Tage

  1. Queenstown 
  2. Milford Sound 
  3. Wanaka 
  4. Lake Tekapo + Lake Pukaki 
  5. Mount Cook/Fox Glacier 
  6. Christchurch 
  7. Kaikoura 
Neuseeland Roadtrip: Unsere Route auf der Südinsel

Queenstown (2-3 Tage)

Unser Roadtrip begann in Queenstown und besser hätten wir uns den Start kaum vorstellen können. Die Stadt gilt als Abenteuerhauptstadt Neuseelands und bietet unzählige Outdoor-Aktivitäten. Egal ob Adrenalin oder entspannter Stadtbummel, hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten.

Wir haben dort also den Start unserer Weltreise verbracht und waren dort somit 5 Tage. Wenn du den Ort in deiner Route mit einbaust, empfehlen wir dir mindesten 3 Tage dort zu verbringen. 

Unsere Highlights waren ganz klar der Ben Lomond Track, die rasante Skyline Luge (Mario Kart in echt!) und natürlich ein Besuch bei Fergburger. Unser persönlicher Geheimtipp ist allerdings der Käse-Pie aus der benachbarten Fergbaker – bis heute einer der besten Snacks, die wir je gegessen haben.

Unsere Tipps:

  • Ben Lomond Track
  • Skyline Luge
  • Fergburger & Fergbaker
  • Jetboat-Tour
Queenstown: eine Stadt die alles zu bieten hat

Milford Sound (2-3 Tage)

Für uns war Milford Sound ohne Zweifel einer der beeindruckendsten Orte unserer gesamten Weltreise. Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis für sich. Hinter jeder Kurve erwarten dich neue Berge, Wasserfälle und Aussichtspunkte, sodass der Weg fast genauso schön ist wie das eigentliche Ziel.

Viele hoffen auf strahlenden Sonnenschein, wir würden tatsächlich das Gegenteil empfehlen. Bei Regen verwandeln sich die steilen Felswände in unzählige Wasserfälle und die Landschaft wirkt noch spektakulärer. Mit etwas Glück kannst du während einer Bootstour außerdem Delfine oder sogar Robben beobachten.

Rund um Milford Sound gibt es zahlreiche Wanderungen, von kurzen Spaziergängen bis hin zu mehrtägigen Great Walks. Wenn es deine Route zulässt, würden wir dir empfehlen, mindestens zwei Nächte in der Region einzuplanen.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Cascade Creek Campsite, ein wunderschöner und kostenloser DOC-Campingplatz. Von dort benötigst du etwa eine Stunde bis zum Milford Sound.

Unsere Tipps:

  • Cascade Creek Campsite
  • Routeburn Track
  • Bootstour möglichst früh buchen
  • Vorher volltanken, unterwegs gibt es nur eine einzige Tankstelle in Milford Sound

Kosten: Unsere Bootstour haben wir spontan am Vorabend gebucht für 63€ pro Person für 2 Std. Wenn ihr da etwas früher bucht, gibt es günstigere Tickets. Touren oder Ausflüge könnt ihr über Bookme.co.nz buchen, dort sind die Tickets meist günstiger.

Unsere absolutes highlight: Milford Sound
Milford sound

Wanaka (2 Tage)

Wanaka gehört für uns zu den schönsten Orten der Südinsel. Der kleine Ort liegt direkt am See und ist von Bergen umgeben, die perfekte Ausgangslage für Wanderungen.

Unser absolutes Highlight war der Roys Peak Track. Dafür klingelte der Wecker bereits um 2:30 Uhr nachts. Zugegeben: In diesem Moment hätten wir am liebsten weitergeschlafen. Rückblickend war genau dieser frühe Start jedoch die beste Entscheidung. Während des Aufstiegs begleiteten uns Sternschnuppen und oben wurden wir mit einem der schönsten Sonnenaufgänge unserer bisherigen Reise belohnt.

Je nach Fitness solltest du für den Aufstieg zwischen 2,5 und 4 Stunden einplanen. Warme Kleidung ist Pflicht, denn auf dem Gipfel kann es selbst im Sommer morgens ziemlich kalt werden.

Ein kleiner Hinweis für Camper: Gerade in Wanaka sind Stellplätze sehr gefragt. Kostenlose Plätze sind begrenzt (25-30 Stück) und auch Campingplätze sind häufig früh ausgebucht. Wenn möglich, solltest du deinen Stellplatz vorab reservieren.

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Lake Tekapo & Lake Pukaki (1 Tag)

Lake Pukaki und uns hier etwas mehr zugesagt. Hier findet ihr die wohl bekannteste Straße Neuseelands “Peters Lookout”.  Von dort hast du einen einmaligen Blick über den See bis hin zum Mount Cook. Allein für dieses Panorama lohnt sich der Zwischenstopp.

Je nach Jahreszeit blühen entlang der Seen außerdem die berühmten Lupinenfelder. Leider waren wir dafür schon etwas zu spät, dennoch hat uns die Landschaft absolut beeindruckt.

In der Umgebung findest du außerdem zahlreiche kostenlose Stellplätze direkt am Wasser, perfekt für eine Nacht mit traumhafter Aussicht.

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Mount Cook/Fox Glacier (1-2 Tage)

Der Aoraki / Mount Cook National Park gehört für uns zu den absoluten Highlights der Südinsel. Schon die Fahrt entlang der Mount Cook Road sorgt dafür, dass man ständig anhält, um Fotos zu machen.

Die bekannteste Wanderung ist der Hooker Valley Track. Streng genommen handelt es sich eher um einen längeren Spaziergang als um eine anspruchsvolle Wanderung. Über mehrere Hängebrücken führt der Weg bis zu einem Gletschersee, von dem aus du einen beeindruckenden Blick auf den höchsten Berg Neuseelands hast.

Unser Tipp: Übernachte lieber in der Nähe des Lake Pukaki und fahre von dort als Tagesausflug in den Nationalpark. So sparst du dir teurere Stellplätze direkt am Mount Cook und bist trotzdem in rund 45 Minuten dort.

Mount cook

Christchurch (1 Tag)

Christchurch war für uns eher ein Zwischenstopp als ein klassisches Reiseziel. Wenn du ausreichend Zeit hast, kannst du die Stadt mit der historischen Tram erkunden oder durch das Zentrum spazieren.

Falls deine Zeit jedoch begrenzt ist, würden wir lieber einen zusätzlichen Tag in der Natur einplanen. Für uns waren die Landschaften der Südinsel deutlich beeindruckender als die Stadt selbst.

Unser Tipp: Hier gibt es eher außerhalb der Stadt kostenlose Stellplätze. Wir hatten dort einfach in einem Wohngebiet am Strand geparkt.

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Kaikoura (1 Tag)

Kaikōura stand bei uns vor allem wegen des Whale Watchings auf der Route. Falls dich Wale und andere Meerestiere begeistern, lohnt sich der Umweg definitiv.

Unsere Tour begann allerdings etwas holprig: Durch den starken Wellengang wurde Hannes extrem seekrank und konnte das Erlebnis leider nur eingeschränkt genießen, da er anderweitig beschäftigt war… Trotzdem hatten wir am Ende das Glück, einen Pottwal zu beobachten, ein Moment, der die Tour für uns doch noch besonders gemacht hat.

Mindestens genauso beeindruckend fanden wir jedoch die vielen Seelöwen, die entlang der Küstenstraße einfach am Straßenrand liegen. Ein Anblick, den wir so vorher noch nie erlebt hatten.

Falls du keine Whale-Watching-Tour machen möchtest, würden wir Kaikōura aufgrund der langen Fahrstrecke wahrscheinlich eher auslassen und die Zeit stattdessen an anderen Orten der Südinsel verbringen.

Kosten: Hier findest du exakt unsere Tour über *Getyourguide. Die Tour können wir dir auf jeden Fall weiterempfehlen! Denn bei Schlechtwetter hast du die Wahl kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen. Wir haben 88€ pro Person für 2 Stunden gezahlt.

*Das ist ein Affiliate-Link. Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.

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Unsere Tipps für einen Roadtrip durch Neuseeland

Nach unserem Neuseeland Roadtrip gibt es einige Dinge, die wir heute anders machen würden.

Achte auf einen Self-Contained Camper

Wenn du mit dem Camper durch Neuseeland reist, solltest du unbedingt darauf achten, dass dieser als Self Contained zertifiziert ist. Diese Camper verfügen unter anderem über eine Toilette sowie Frisch- und Abwassersysteme. Viele kostenlose oder besonders schöne Stellplätze dürfen ausschließlich von Self-Contained-Campern genutzt werden. Auch wir wurden während unseres Roadtrips mehrfach kontrolliert.

Plane deine Tankstopps

Gerade in abgelegenen Regionen können Tankstellen weit auseinanderliegen. Besonders rund um den Milford Sound gibt es nur eine Tankstelle direkt am Ende der Straße. Tanke deshalb lieber einmal zu früh als zu spät.

Reserviere Stellplätze rechtzeitig (wenn möglich)

Vor allem in beliebten Orten wie Wanaka oder Queenstown können Campingplätze und sogar kostenlose Stellplätze schnell belegt sein. Falls du in der Hauptsaison unterwegs bist, lohnt sich eine Reservierung oder eine frühe Anreise.

Kaufe bei Pack’nSave ein

Für uns war Pack’nSave der beste Supermarkt in Neuseeland. Die Preise sind deutlich günstiger als in vielen anderen Supermärkten und ab einem bestimmten Einkaufswert erhältst du sogar Tankrabatte für ausgewählte Tankstellen. Gerade bei einem Roadtrip lässt sich so einiges sparen.

Nutze Bookme.co.nz für Aktivitäten

Viele Touren und Ausflüge kannst du über Bookme günstiger buchen als direkt beim Anbieter. Wir haben dort unter anderem unsere Bootstour am Milford Sound gefunden und konnten dadurch Geld sparen. Ein Blick auf die Angebote lohnt sich fast immer.

Lade dir CamperMate herunter

Die kostenlose App CamperMate war für uns während des gesamten Roadtrips unverzichtbar. Dort findest du Campingplätze, Duschen, Entsorgungsstationen, Tankstellen und viele weitere hilfreiche Informationen für unterwegs.

Rechne mit jedem Wetter

Auch im neuseeländischen Sommer kann das Wetter schnell umschlagen. Während unserer Reise hatten wir Sonnenschein, Regen und kalte Temperaturen, teilweise alles an einem Tag. Pack deshalb Kleidung für jede Wetterlage ein.

Fazit unseres Neuseeland Roadtrips

Unser Neuseeland Roadtrip war eines der größten Highlights unserer Weltreise. Wenn wir morgen noch einmal nach Neuseeland fliegen würden, würden wir keine Sekunde überlegen und wieder einen Camper mieten. Für uns gibt es keine bessere Möglichkeit, die Südinsel zu entdecken. Die Freiheit, morgens mit Blick auf einen türkisfarbenen See aufzuwachen und abends mitten in den Bergen einzuschlafen, macht einen Roadtrip in Neuseeland zu einem unvergesslichen Erlebnis. Genau deshalb möchten wir irgendwann zurückkommen und die Nordinsel auf dieselbe Weise erkunden.

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Neuseeland Reisebericht

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