Osaka Reise
Zwischen Streetfood, Tempeln und Tagesausflügen
Osaka Reise: die perfekte Base für Tagesausflüge
Suchst du unseren allgemeinen Japan Reisebericht mit Kosten, Erfahrungen und unserem Fazit? Dann findest du ihn hier.
Osaka hat einfach einen ganz anderen Vibe als Tokio. Alles ist etwas kompakter, entspannter und ruhiger. Es gibt deutlich weniger Stadtteile, die du dir anschauen musst, und vieles ist einfacher zu Fuß zu erreichen.
Wir waren insgesamt 9 Tage in Osaka, allerdings nicht nur, um Osaka selbst zu erkunden. Die Stadt war für uns gleichzeitig die perfekte Base für mehrere Tagesausflüge. Und genau deshalb würden wir dir Osaka auch als Ausgangspunkt empfehlen: In Osaka findest du deutlich günstigere Unterkünfte als in Kyoto und auch im Vergleich zu Tokio kannst du hier einiges sparen.
Vor Osaka haben wir Tokio besucht, schau doch also auch gerne bei diesem Blogbeitrag vorbei!
Wie viele Tage solltest du in Osaka bleiben?
Wenn du wirklich nur Osaka besuchen möchtest, reichen unserer Meinung nach 3 Tagevollkommen aus.
Wir selbst waren 9 Tage hier, weil wir Osaka als Ausgangspunkt für unsere Tagesausflüge genutzt haben. Vor allem wenn du Kyoto, Nara und Uji sowieso besuchen möchtest, ist Osaka deshalb eine ziemlich praktische Base.
Unsere Unterkunft in Osaka
Wir wissen selbst, wie schwer es sein kann, in Japan gute und gleichzeitig bezahlbare Unterkünfte zu finden. Deshalb haben wir auch für Osaka wieder zwei Varianten für dich herausgesucht. Beide Unterkünfte haben eine sehr gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.
Low Budget: HANAMACHI GUEST HOUSE
Etwas mehr Budget: GRIDS PREMIUM OSAKA NAMBA
*Hinweis: Die Links sind Affiliate-Links. Wenn ihr über einen der Links bucht, bekommen wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis natürlich nichts. Du unterstützt damit gleichzeitig unseren Blog 🙂
Unser Tipp, wenn du bei der Unterkunft sparen möchtest: Übernachte in Osaka und besuche Kyoto von hier aus. Gerade wenn du ohnehin mehrere Tage in der Region unterwegs bist, kann das einen deutlichen Unterschied machen.
Von Tokio nach Osaka
Viele Reisende fahren mit dem Shinkansen von Tokio nach Osaka. Wenn du das Budget dafür hast, können wir dir das tatsächlich empfehlen. Unsere Freunde sind damit gefahren und waren total begeistert.
Die Verbindung fährt mehrmals pro Stunde. Wenn du mit dem Shinkansen fahren möchtest, solltest du allerdings vorher reservieren. Preislich musst du mit ungefähr 80–90 € pro Personrechnen.
Wir haben dagegen die klassische Backpacker-Variante gewählt und sind mit dem Nachtbus von Tokio nach Osaka gefahren. Gebucht haben wir den Bus ganz einfach über 12Go Asia und haben ungefähr 10 € pro Person bezahlt.
Ansonsten können wir dir die Suica-Karte empfehlen. Damit kannst du deine Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen. Die Karte kannst du ganz easy direkt über dein Handy-Wallet hinzufügen und aufladen. Anschließend hältst du dein Handy einfach kontaktlos an das Lesegerät an den Stationen.
Unsere Highlights in Osaka
1. Katsuo-ji – unser absolutes Highlight
Wenn wir einen Ort nennen müssten, der uns in ganz Japan am meisten beeindruckt hat, wäre Katsuo-ji definitiv ganz weit oben. Für uns ist das die schönste Tempelanlage in ganz Japan. Die Anreise dauert zwar etwas länger. Nachdem du mit dem Zug an der entsprechenden Station angekommen bist, geht es noch mit einem Sammelbus weiter zur Anlage.
Aber glaub uns: Der Weg lohnt sich! Die gesamte Anlage ist unfassbar schön angelegt und die unzähligen Daruma-Figuren machen den Ort zu etwas ganz Besonderem.
Und jetzt unser wichtigster Tipp: Stell dich bei den typischen Fotos vor den Daruma-Figuren nicht einfach in die Schlange! Die meisten bleiben direkt am ersten Fotospot stehen. Dabei gibt es insgesamt neun Spots. Lauf einfach die Treppe weiter nach oben und such dir einen der anderen Spots aus. Du bekommst dort genauso schöne Fotos und musst nicht ewig anstehen.
2. Eine Fahrt im Don Quijote
Ich glaube, jeder, der eine Japanreise plant, stolpert früher oder später über Don Quijote oder kurz Donki. Den riesigen Store gibt es natürlich auch in Tokio und eigentlich in jeder größeren japanischen Stadt. In Osaka gibt es allerdings einen ziemlich besonderen Donki: Hier kannst du mit einem kleinen Fahrgeschäft über den Store beziehungsweise die Stadt fahren. Die Fahrt kostet ungefähr 5,40 € und war für uns tatsächlich ein absolutes Highlight.
Du hast von oben eine unglaubliche Sicht über die Stadt und kannst danach natürlich noch eine Runde durch den völlig überfüllten Donki shoppen. Ein Erlebnis im Donki gehört für uns bei einem Japanbesuch einfach dazu. Die Produkte selbst musst du allerdings nicht zwingend dort kaufen. Viele der Sachen bekommst du auch in anderen japanischen Drogerie- und Convenience-Stores. Die haben teilweise ebenfalls rund um die Uhr geöffnet und du ersparst dir dabei die absolute Reizüberflutung, haha.
3. Eine kostenlose Aussichtsplattform
In Osaka gibt es einige Möglichkeiten, die Stadt von oben zu sehen, ohne dafür viel Geld auszugeben. Unser Favorit war WowUs. Dort gibt es eine riesige Fensterfront und oben außerdem ein kleines Café. Die Aussicht ist gigantisch und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos.
Du kannst dir oben einfach etwas im Café bestellen, dich hinsetzen und die Aussicht über Osaka genießen.
4. Ein Baseballspiel
Das war so ein Spaß! Wir sind wirklich keine großen Baseball-Fans, aber ein Baseballspiel in Japan wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Die Tickets haben ungefähr 25 € pro Person gekostet und allein die Atmosphäre war es für uns schon wert.
Die japanischen Fans sind einfach einzigartig. Uns ging wirklich das Herz auf, zu sehen, wie begeistert die Menschen ihren Verein unterstützen. Und das Ganze fühlt sich teilweise eher wie ein kleines Konzert an. Die Fans haben eine Art Blaskapelle, dazwischen tritt eine Band auf und das gesamte Stadion macht mit. Es ist wirklich einmalig!
Wie bekommst du Tickets? Die Tickets haben wir tatsächlich ganz unkompliziert bei FamilyMart am Schalter bekommen. Die offizielle Ticketseite fanden wir dagegen ziemlich kompliziert. Wenn du unsicher bist, frag einfach das Personal in deiner Unterkunft. Die können dir meistens weiterhelfen.
Weitere Spots in Osaka:
- Namba Yasaka Shrine
- Shinsekai Viertel
Osaka Food Guide
Wenn wir an Osaka zurückdenken, darf natürlich das Essen nicht fehlen. Japan ist sowieso ein absolutes Paradies für Foodies und auch in Osaka haben wir einige unserer liebsten Restaurants der gesamten Reise gefunden.
- Wagyu Idaten: Hier müsst ihr unbedingt Wagyu essen! Da haben selbst wir uns als Backpacker einmal etwas gegönnt und davon träumen wir heute noch! Unser Tipp: Komm ab 16 Uhr vorbei und sieht euch eine Wartenummer. Anschließend wirst du per Mail benachrichtigt, sobald du an der Reihe bist. Für uns eine 10/10!
- Greiner Umeda Branch: Hier gibt es für uns das beste gefüllte Croissant!
- Uncle Rikuro‘s Cheesecake Daimaru: Der bekannte Cheesecake ist wirklich lecker und schmeckt ganz außergewöhnlich!
- Daiko Sushi Honten: Für uns eines der besten Sushi-Restaurants in ganz Japan. Super authentisch und alles wird ganz frisch vor deinen Augen zubereitet.
Tagesausflüge ab Osaka
Wie bereits erwähnt, haben wir Osaka nicht nur als Reiseziel genutzt, sondern auch als Base für mehrere Tagesausflüge. Von hier aus kannst du unter anderem Uji, Nara und Kyoto besuchen.
Wenn du eine Unterkunft in Kyoto hast, kannst du Uji und Nara natürlich auch von dort aus machen.
Wir fanden Osaka als Ausgangspunkt allerdings super praktisch und vor allem günstiger.
Uji: Ein Must-Do für Matcha-Lover
Da ich ein absoluter Matcha-Lover bin, haben wir in Uji sogar direkt übernachtet. Das ist allerdings überhaupt nicht notwendig. Der Ort ist nicht besonders groß und lässt sich super als Tagesausflug besuchen.
Uji ist vor allem für eines bekannt: Matcha. Und damit meinen wir wirklich Matcha. Hier gibt es gefühlt alles mit Matcha-Anteil: Eis, Desserts, Getränke und natürlich klassischen Matcha.
Deshalb auch unsere ehrliche Einschätzung: Wenn du Matcha liebst: unbedingt hin! Wenn du kein Matcha-Fan bist: du kannst dir Uji wahrscheinlich sparen.
Es gibt zwar auch schöne Tempel und Schreine, aber dafür alleine würden wir dir den Ausflug nicht empfehlen. Bei einigen der bekannten Matcha-Läden ist es außerdem Pflicht, pro Person etwas zu essen oder zu trinken zu bestellen. Wenn du also überhaupt keinen Matcha magst, kann das schnell schwierig werden.
Matcha-Favoriten in Uji
Natürlich darf meine persönliche Bewertung der Matcha-Spots nicht fehlen.
- Nakamura Tokichi: Die Warteschlange kannst du dir unserer Meinung nach sparen, lohnt sich nicht!
- Café Azumaya: Das Roasted-Green-Tea-Eis war richtig lecker, 9/10!
- Masada Chaho: Der klassische MAtcha bekommt von mir leider nur eine 4/10!
- Tsujiri Uji Main Store: Die Dessertplatte bekommt eine 8/10!
- Matcha Roastery: Absolute Herzensempfehlung für alles dort, klare 10/10!
- Matcha Republic: Der Matcha bekommt eine solide 7,5/10!
Wichtig, wenn du Uji und Nara kombinieren möchtest: Wenn du beide Orte an einem Tag besuchen möchtest, starte unbedingt mit Uji. Die meisten Matcha-Läden schließen bereits gegen 16 Uhr. Danach kannst du einfach mit dem Zug weiter nach Nara fahren.
Nara: Viel mehr als nur Hirsche
Nara hat uns ehrlich gesagt positiv überrascht. Der Ort sollte auf jeden Fall auf deiner Japan-Liste stehen. Natürlich ist Nara vor allem für den Hirschpark bekannt, weil die Tiere dort extrem zutraulich sind. Aber der Park selbst ist wunderschön und die gesamte Anlage mit viel Liebe gestaltet. Hier kannst du dich einfach treiben lassen, die Natur genießen und natürlich die Hirsche beobachten.
Danach kannst du noch durch die kleinen Shopping- und Essensstraßen schlendern und dich durch ein paar Snacks probieren.
Unsere Highlights in Nara
- Nara-Park inklusive Todai-ji Tempel
- Higashimuki Shopping Street
- Mochiidono Shopping Street
Gerade die beiden Shoppingstraßen eignen sich super, um nach dem Nara-Park noch ein bisschen durch die Gegend zu schlendern und etwas zu essen.
Kyoto
Ich glaube, es gibt kaum eine andere Stadt in Japan, bei der sich die Gemüter so sehr streiten wie bei Kyoto. Die einen lieben es. Die anderen können nicht viel damit anfangen. Und irgendwie gibt es dazwischen nicht besonders viel, haha. Leider gehören wir eher zu letzterer Gruppe.
Trotzdem möchten wir dir hier einen kleinen Überblick geben, denn natürlich hat Kyoto einige wirklich schöne Orte.
Wichtig: Wir haben nicht in Kyoto übernachtet, sondern sind von Osaka aus für einen Tagesausflug nach Kyoto gefahren. Deshalb können wir natürlich keinen umfassenden Eindruck von Kyoto als Stadt vermitteln.
Das Wichtigste vorab: Komm früh! Egal, ob du in Kyoto schläfst oder nur einen Tagesausflug machst: Du musst früh aufstehen.
Kyoto ist deutlich kleiner als Tokio, aber deshalb gibt es nicht automatisch weniger Touristen. Im Gegenteil: Die Menschenmassen sammeln sich an den bekannten Spots und dadurch fühlt es sich teilweise sehr schnell extrem voll an.
Fushimi Inari-taisha
Der Fushimi Inari-taisha ist wohl einer der bekanntesten Schreine in ganz Japan. Und ja, er ist definitiv einen Besuch wert. Aber nur zur richtigen Uhrzeit.
- Unser Tipp: Komm zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Wir waren ungefähr um 7:30 Uhrdort und konnten entspannt durchlaufen und sogar Fotos machen, ohne von Menschenmassen umgeben zu sein. Ab 9–10 Uhr sieht das Ganze bereits komplett anders aus. Wenn du also schon einmal hier bist, nutze den frühen Morgen!
Kamo River
Am Nachmittag oder Abend kannst du es deutlich entspannter angehen lassen.
- Unser Tipp: Hol dir ein paar Snacks bei 7-Eleven, setz dich an den Kamo River und beobachte einfach das Treiben. Genau solche Momente haben uns in Japan besonders gefallen.
Gion
Auch durch das Gion-Viertel kannst du wunderbar schlendern. Hier bekommst du noch einmal einen ganz anderen Eindruck von Kyoto und kannst dich einfach ein bisschen treiben lassen.
Sannenzaka & Yasaka Pagoda
Und jetzt kommt unsere ehrliche Meinung. Der Bereich rund um Sannenzaka und den Hokan-ji Tempel mit der Yasaka Pagoda war für uns leider kein besonders schönes Erlebnis. Nicht, weil die Gegend nicht schön wäre, sondern weil es einfach extrem voll war. Uns ist bewusst, dass es auch hier vor allem an der Uhrzeit lag. Wenn du früh unterwegs bist, kannst du die Menschenmassen wahrscheinlich deutlich besser umgehen. Trotzdem haben wir uns Kyoto insgesamt etwas anders vorgestellt. Wir konnten den Vibe, von dem alle schwärmen, für uns persönlich nicht wirklich spüren.
Und natürlich gibt es in Kyoto schöne und ruhige Orte. Aber wenn wir jeden Tag nur eine Sehenswürdigkeit früh morgens besuchen können, damit wir sie ohne Menschenmassen erleben, beeinflusst das unseren Gesamteindruck trotzdem.
Deshalb gehört Kyoto für uns persönlich nicht zu den absoluten Highlights unserer Japanreise.
Aber: Das ist natürlich nur unsere persönliche Erfahrung nach einem Tagesausflug. Wenn du mehr Zeit in Kyoto verbringst und bewusst die ruhigeren Ecken erkundest, kann dein Eindruck natürlich komplett anders sein.
Du möchtest noch mehr Spots entdecken? Wir haben dir alle unsere Highlights und Empfehlungen in einer eigenen Japan-Liste bei Google Maps gespeichert:
Fazit unserer Osaka Reise
Für uns gehört Osaka definitiv zu einer Japanreise dazu. Auch wenn Tokio unserer Favorit bleibt, gibt es dort einige Highlights zu entdecken. Wenn du etwas auf dein Budget achten möchtest und nur begrenzt Zeit hast, bietet sich Osaka perfekt als Base an. Für uns war die Kombination aus Osaka + Uji + Nara + Kyoto deshalb perfekt.
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