Japan Reisebericht
Zwischen Großstadt, Natur und unglaublichem Essen
Unsere Japan Reise im Überblick
Level
Natur
Abenteuer
Mobilität
Preis/Leistung
Reiseart: Backpacking, Rundreise
Reisezeit: Mai
Reisedauer: 33 Tage
In diesem Japan Reisebericht geben wir dir einen allgemeinen Überblick über unsere Erfahrungen und unsere persönlichen Highlights. Da wir uns mehrere Städte angeschaut haben, gibt es zu Tokio, Osaka und Kyoto jeweils noch einen eigenen Blogbeitrag.
Puuuh, wo sollen wir hier anfangen? Japan war von Anfang an eines meiner (Lisa) absoluten Favoritenländer. Um es kurz zu halten: Wir wurden nicht enttäuscht!
Am meisten haben wir uns natürlich ganz klischeehaft auf das Essen gefreut. Dass wir am Ende aber auch von der Natur begeistert sein werden, hat uns selbst überrascht. Wir waren insgesamt einen Monat in Japan und konnten dadurch einen ziemlich guten Überblick über das Land bekommen.
Erwartungen vs. Realität
Ich glaube, wenn man an Japan denkt, gibt es sehr viele Klischees, die einem direkt in den Kopf schießen: Essen, volle Städte, viel Trubel und Verständigungsschwierigkeiten. Zumindest waren das die Dinge, die uns direkt in den Sinn gekommen sind. Genau das brechen wir jetzt einmal herunter und schauen uns gemeinsam an, wie es in Wirklichkeit war.
Essen
Was glaubst du, wofür wir das meiste Geld ausgegeben haben? Richtig: fürs Essen!
Sobald ich daran zurückdenke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen, haha. In dieser Hinsicht wurden unsere Erwartungen absolut übertroffen. Ja, jeder weiß, dass es in Japan Sushi ohne Ende gibt. Und glaube mir: Danach bist du für immer versaut. Dieses Level ist einfach unfassbar. Wir können uns bis heute nicht genau erklären, woran es liegt, aber der Sushireis, der Fisch, der Ingwer, die Sojasoße … alles schmeckt um Welten besser, als wir es bisher kannten. Und dazu ist es auch noch unfassbar günstig!
Aber neben den japanischen Klassikern wirst du hier wirklich ALLES finden. Insbesondere Tokio hat kulinarisch wirklich alles zu bieten. Was du unbedingt testen solltest:
- Udon Carbonara
- Steak Sandwich
- Omurice mit Hamburg Steak
- Katsu
- und natürlich ganz viel Sushi
Volle Städte und viel Trubel
Dieses Klischee haben wir vor allem in Verbindung mit Tokio gehört. Natürlich kann man nicht leugnen, dass man in einer Millionenstadt nicht gerade wenigen Menschen begegnet. An den bekannten Hotspots tummeln sich viele Leute.
Aber gleichzeitig ist es in einer Parallelstraße plötzlich mucksmäuschenstill. Das hat uns am meisten überrascht. Du musst tatsächlich nur in eine Nebenstraße einbiegen und schon bist du fast alleine und bekommst von dem ganzen Trubel nichts mehr mit. Dazu gibt es unfassbar viele Parks in den Städten. Dort kannst du jederzeit zur Ruhe kommen und den Massen entkommen.
Diesem Klischee können wir also zum Teil zustimmen, ABER es ist unfassbar einfach, dem ganzen Trubel zu entfliehen.
Verständigungsschwierigkeiten
Auch davon, dass es in Japan mit Englisch nicht immer einfach ist, hast du bestimmt schon einmal gehört. Grundsätzlich können wir dem zustimmen: Viele Japaner haben nicht wirklich Englisch gesprochen.
Aber wir haben immer eine Lösung gefunden und es gab keine einzige Situation, in der wir aufgrund von Sprachbarrieren nicht weitergekommen sind. Ein perfektes Beispiel hatten wir an einer Bahnstation. Meine Karte für die Öffis hat nicht funktioniert und musste am Schalter „neu synchronisiert“ werden. Beim ersten Mal hat mich der Mitarbeiter dort nicht verstanden. Also hat er von sich aus direkt eine Art „Diktiergerät“ hervorgeholt, in das ich sprechen sollte. Daraufhin wurde es für ihn übersetzt und innerhalb weniger Minuten war das Problem gelöst.
Und genau das ist eigentlich das, was wir aus Japan mitgenommen haben: In jeder Situation waren die Einheimischen hilfsbereit und haben mit allen Mitteln versucht, eine Lösung zu finden.
Natur, Locals, Essen
Bleiben wir direkt beim Thema Einheimische. Wir haben nach acht Monaten Weltreise in keinem anderen Land eine solche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erlebt wie in Japan.
Das eben genannte Beispiel war nur eines von vielen. Selbst wenn wir uns nicht im ersten Moment verständigen konnten, wurde uns immer Hilfe angeboten. Das ist eines der Dinge, die uns direkt in den Kopf kommen, wenn wir an unsere Zeit in Japan zurückdenken.
Kulinarisch habe ich bereits in den höchsten Tönen geschwärmt, deshalb möchte ich euch damit jetzt nicht noch einmal in den Ohren liegen. Wenn du insbesondere wegen der Kulinarik nach Japan gehst, wirst du definitiv nicht enttäuscht!
Jetzt kommen wir aber zu einem weiteren überraschenden Punkt: Japan hat einiges zu bieten, wenn es um das Thema Natur geht.
Dieses Land ist unfassbar vielfältig. Wir waren bei diesem Besuch zwar nur in den bekannten Regionen unterwegs, aber auch der Norden von Japan überzeugt mit einer abwechslungsreichen Natur. Und ja, selbst Inselfeeling ist in Japan möglich. Wie zu Beginn erwähnt, waren wir auch in Okinawa. Dort findest du kristallklares Wasser und wunderschöne Strände, die bekannten Inselparadiesen in nichts nachstehen!
Erlebnisse: Zwischen Entdecken und Durchatmen
In Japan haben wir nicht direkt Ausflüge gebucht oder spezielle Erlebnisse gemacht, die uns als einzelne Aktivität besonders im Kopf geblieben sind.
Denn eigentlich ist genau das Erlebnis: Die unterschiedlichen Städte zu erkunden, Tempel und Schreine zu besichtigen und die gesamte Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Wie du vielleicht mittlerweile weißt, falls du bereits einige Blogbeiträge von uns gelesen hast, sind wir keine Fans von normalen Städtetrips. Und wir sind auch keine Fans davon, einen Tempel oder eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuklappern.
So haben wir Japan aber auch überhaupt nicht wahrgenommen. Tokio, Osaka und Kyoto sind beispielsweise so unterschiedlich, dass man teilweise das Gefühl hat, ein komplett anderes Land zu besuchen.
Ja, nach einigen Tempelbesuchen hat es uns dann auch wieder gereicht, haha. Aber das gehört hier einfach dazu und es gibt unfassbar schöne Tempel und Schreine.
Zu unseren konkreten Highlights kommen wir in den gesonderten Blogbeiträgen zu Tokio und Osaka (inkl. Nara, Uji und Kyoto). Schau dort also gerne vorbei!
Insgesamt ist Japan, vor allem, wenn du das Land zum ersten Mal besuchst, eher eine reine Entdeckungstour und weniger ein Ort zum Durchatmen.
Das hätten wir gerne vorher gewusst
Als Backpacker: Verabschiede dich von 10€-Unterkünften
An alle Backpacker da draußen: Von 10-€-Unterkünften pro Nacht musst du dich hier tatsächlich verabschieden. Auf die konkreten Kosten gehen wir später noch einmal genauer ein, aber gerade bei den Unterkünften wird es schwer, wirklich viel zu sparen.
Bei uns waren Hostels für zwei Personen tatsächlich immer günstiger als ein Hotelzimmer.
Plane die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel ein
Du wirst sehr viel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen! Auch wenn unsere Unterkünfte aufgrund des Preises immer außerhalb der Städte lagen, wirst du selbst bei einer zentralen Unterkunft nicht komplett darum herumkommen.
Die Kosten für Bus und Bahn gehören also direkt zu deinem täglichen Budget dazu, selbst wenn du jeden Tag deine 10.000 Schritte läufst.
Das System ist aber wirklich leicht zu verstehen. Und die Suica-Karte, mit der du dort deine Fahrten bezahlen kannst, kannst du ganz easy direkt in dein Wallet am Handy hinzufügen und aufladen.
Kauf mindestens eine Mahlzeit im Supermarkt
Und damit meinen wir nicht die gehypten Shops wie 7-Eleven, Lawson oder FamilyMart, sondern die lokalen Supermärkte.
Dort gibt es richtige Mahlzeiten zu einem unschlagbaren Preis. Das Essen ist super lecker und günstiger wird es wirklich nicht!
Fehler, die du vermeiden kannst
Mach Japan nicht zu einem 08/15-Insta-Trip!
Ich glaube, es gibt kaum ein Land, über das mehr Reels mit dem angeblich perfekten Tag kursieren als über Japan. Wenn du einmal in diese Bubble rutschst, wirst du aber schnell merken, dass sich einige „Tipps“ immer und immer wiederholen.
Ja, es gibt Klassiker, die man auf jeden Fall besuchen sollte. Aber kopiere nicht einfach den Plan einer anderen Person. Damit wirst du nicht glücklich werden. Hol dir Inspiration, aber schau auch unbedingt, ob das überhaupt zu deinen Vorstellungen passt.
Sehr viel ergibt sich in Japan von alleine, ob du es glaubst oder nicht.
Plane nach Stadtteilen
Schau dir an, welche Stadtteile für dich interessant sein könnten und was sich dort in der Nähe befindet und miteinander kombinieren lässt.
Hast du deinen Plan für den Tag erstellt, lass dich einfach treiben! Es gibt so viele kleine Gassen und Nebenstraßen, in die du dich „verirren“ kannst. Die wirst du verpassen, wenn du strikt nach einem komplett durchgeplanten Tagesplan vorgehst.
Kosten unserer Japan Reise
Aus Backpacker-Sicht gibt es in Japan einige Punkte, die definitiv teuer sind. Die Unterkünftewaren hier mit Abstand das Teuerste im Vergleich zu jedem anderen Land, in dem wir bisher waren. Genauso die Transportkosten, da diese wirklich jeden Tag anfallen. Dafür kannst du beim Essen sehr leicht sparen und auch bei den Aktivitäten musst du nicht viel Geld ausgeben.
Insgesamt haben wir für unsere 4-wöchige Japanreise 1.419,52 € pro Person ausgegeben. Das entspricht 43,02 € pro Person und Tag.
Wir hätten niemals gedacht, dass wir unsere Japanreise tatsächlich mit diesem Budget schaffen!
Japan Reisebericht: Unser Fazit
Wenn Japan schon immer auf deiner Bucketlist stand: Buch den Trip! Ich kenne niemanden, der von seiner Japanreise enttäuscht war.
Eine Japanreise ist aber auf jeden Fall kein erholsamer Entspannungsurlaub, das sollte dir bewusst sein. Außer natürlich, du planst ein paar Tage auf einer japanischen Insel mit ein, haha. Du wirst jeden Tag auf den Beinen sein und jeden Tag kommen neue Eindrücke dazu.
Wie du an unserer Kostenaufstellung siehst, ist Japan aber auch als Backpacker absolut machbar. Du kannst hier sehr leicht mehrere Tausend Euro ausgeben. Gleichzeitig ist es aber auch mit einem kleineren Budget möglich, das Land zu bereisen. Für uns war es definitiv nicht das letzte Mal!
Weitere Japan Reiseberichte
Tokio Reise
Hier findest du alle Infos rund um unseren Aufenthalt in Tokio!
Osaka Reise
Hier findest du alle Infos zu unserem Aufenthalt in Osaka und Tagesausflügen nach Nara, Uji und Kyoto!





